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Drei Rettungs- und Intensivhubschrauber im Einsatz

Über 30 Verletzte im Legoland: Suche nach Ursache von Achterbahn-Unfall

Mehrere Verletzte bei Achterbahn-Unfall im Legoland Günzburg
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Drei Rettungshubschrauber waren nach dem schweren Achterbahn-Unfall im Legoland Günzburg im Einsatz.

Günzburg – Es ist ein sonniger Donnerstag (11. August) mit vielen Besuchern im Legoland Günzburg, als zwei Züge einer Achterbahn mit Wucht aufeinanderprallen. 31 Fahrgäste, darunter zehn Kinder, werden verletzt. Für die Polizei beginnt eine akribische Aufarbeitung, denn die Unfallursache ist bislang unklar.

Update, 6.42 Uhr - Suche nach Ursache von Achterbahn-Unfall

Nach dem schweren Achterbahn-Unfall mit 31 Verletzten im Legoland im schwäbischen Günzburg haben die Ermittlungen zur Ursache begonnen. Noch am Donnerstagabend verschafften sich Vertreter der Staatsanwaltschaft Memmingen in dem Freizeitpark an der A8 einen Überblick über das Geschehen, wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West mitteilte. Ein Sachverständiger werde zur Klärung der Unfallursache hinzugezogen, hieß es. Zudem sollen Videoaufzeichnungen des Unfalls ausgewertet werden.

Nach Angaben der Polizei war am Donnerstagnachmittag ein Zug der Achterbahn „Feuerdrache“ in dem Freizeitpark auf einen vorausfahrenden Zug aufgefahren und hatte in der Folge 31 Menschen verletzt - einen davon schwer. Bei den Verletzten handelt es sich laut Polizei um zehn Kinder, einen Jugendlichen und 20 Erwachsene. 16 der Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht, 15 konnten dieses bereits am Donnerstagabend wieder verlassen.

Wie es zu dem folgenreichen Unfall kommen konnte, ist bislang noch unklar. Nach Angaben des Legolands führt die Achterbahn „Feuerdrache“ zunächst durch einen überdachten, abgedunkelten Bereich des Parks. Dann geht es hinaus ins Freie, über eine Strecke mit Gefällen und einigen Kurven. Nach Parkangaben fährt die Achterbahn bis zu acht Meter pro Sekunde schnell, was rund 29 Kilometern in der Stunde entspricht. Wie ein Polizeisprecher erklärte, sei bei dem Unfall weder ein Waggon entgleist noch seien Menschen herausgestürzt.

Im Legoland ging der Betrieb auch nach dem Unfall am Donnerstag normal weiter. Wie der Freizeitpark am Donnerstagabend mitteilte, soll das auch am Freitag so sein. Lediglich der „Feuerdrache“ bleibe bis auf Weiteres geschlossen.

Donnerstag (11. August):

Update, 20.04 Uhr - Zahlreiche Verletzte im Legoland

Es ist Ferienzeit und schönstes Wetter, im Legoland im schwäbischen Günzburg tummeln sich zahlreiche Familien zwischen Miniaturwelten aus den bekannten Plastikbausteinen und anderen Attraktionen. Doch als ein Zug der Achterbahn „Feuerdrache“ auf einen vorausfahrenden Zug auffährt, ist es mit der Unbeschwertheit schlagartig vorbei: 31 Menschen werden verletzt, einer davon schwer. Bei den Verletzten handelt es sich um zehn Kinder, einen Jugendlichen und 20 Erwachsene, wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West nach dem Unfall am Donnerstag mitteilte.

Es beginnt ein Großeinsatz von Rettungsdiensten und Feuerwehr, gleich drei Hubschrauber werden angefordert. Selbst die Höhenrettung ist vor Ort, müssen doch Fahrgäste aus größerer Höhe nach unten gebracht werden. „Der eine Zug, der ordnungsgemäß gehalten hat, hat nicht im Bereich des Bahnhofs gehalten, wo die Personen normalerweise ein- oder aussteigen, sondern mehr oder weniger im ersten Stock oben quasi, und in der Folge ist der zweite Zug dann aufgefahren“, schilderte Polizeisprecher Dominic Geißler.

Dabei sei weder ein Waggon entgleist noch seien Menschen herausgestürzt. Doch die Menschen im zweiten Zug konnten erst aussteigen, nachdem die Fahrgäste aus dem ersten Zug am Boden waren. Die Ursache für den Zusammenstoß blieb zunächst unklar, die Polizei will nun unter anderem Videoaufzeichnungen sichten.

Während Notärzte und Sanitäter die zahlreichen Verletzten versorgen, wird der Park jedoch nicht geräumt. Besucher erzählen am Abend, sie hätten von dem Unfall zunächst überhaupt nichts mitbekommen. Von Seiten des Parkbetreibers habe es keine Durchsage oder ähnliches gegeben, in anderen Bereichen des Geländes habe der übliche Trubel geherrscht. „Der restliche Betrieb im Park lief ganz normal weiter“, bestätigte auch Polizeisprecher Geißler.

Auch wenn die 16 schwerer Verletzten diskret über den Mitarbeiterparkplatz ins Krankenhaus gebracht wurden, blieb der Vorfall doch nicht gänzlich unbemerkt. „Selbst mitbekommen haben wir nichts, aber wir haben eine Mail gekriegt, ob wir betroffen sind“, erzählte ein Familienvater aus dem hessischen Gießen. Auch eine Familie aus dem oberfränkischen Bamberg wurde von besorgten Freunden informiert, die über die Medien von dem Unfall erfahren hatten. „Wir haben es erst mitbekommen, als wir angerufen wurden, ob es uns gut geht. Wir haben gar nichts gesehen, wir waren am anderen Ende.“

Während der fröhliche Alltag jenseits des „Feuerdrachen“ weitergehen darf, gewährt der Parkbetreiber Journalisten keinen Zutritt zu dem Gelände. Statt sich selbst ein Bild machen zu können, bleibt ihnen nur, mit Besuchern zu sprechen, die am Ausgang Erinnerungsfotos mit dem Legoland-Schriftzug machen und Eis schleckend zu ihren Autos schlendern.

Nach Angaben des Legolands führt die Achterbahn „Feuerdrache“ zunächst durch einen überdachten, abgedunkelten Bereich des Parks. Dann geht es hinaus ins Freie, über eine Strecke mit Gefällen und einigen Kurven. Nach Parkangaben fährt die Achterbahn bis zu acht Meter pro Sekunde schnell, was rund 29 Kilometern in der Stunde entspricht.

Das zum Betreiber Merlin Entertainments mit Sitz in England gehörende Legoland liegt verkehrsgünstig an der Autobahn 8 Stuttgart-München. Es war 2002 eröffnet worden, nachdem sich Günzburg gegen rund 300 andere mögliche Standorte in aller Welt durchgesetzt hatte. Inzwischen gibt es zehn Themenbereiche mit mehr als 60 Attraktionen und Fahrgeschäften in dem Park.

Der Unfall erinnert an einen weiteren, tödlichen Vorfall in einem Freizeitpark im rheinland-pfälzischen Klotten an der Mosel am vergangenen Samstag, als eine 57-jährige Frau aus einer fahrenden Achterbahn stürzte. Auch dort ist die Ursache weiter unklar. Der Park schloss zunächst für einige Tage seine Tore, inzwischen aber herrscht mit Ausnahme der stillgelegten Achterbahn wieder gewöhnliches Treiben.

Update, 18.19 Uhr - BRK zieht Bilanz über Einsatz

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) hat in einer Pressemitteilung Einzelheiten über den Einsatz im Legoland Günzburg genannt. Demnach alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Donau-Iller ein Großaufgebot an Einsatzkräften, außerdem wurde die Leitstelle unverzüglich mit Kräften aus Verwaltung, Leitungsdienst und Rufbereitschaft verstärkt.

„Aufgrund des Meldestichworts ,Massenanfall von Verletzten‘ wurden drei Rettungs- und Intensivhubschrauber, elf Rettungswagen, fünf Krankentransportwagen, zwei Notärzte und ein Großraumrettungswagen alarmiert“, so das BRK. Fünf BRK-Führungskräfte koordinierten gemeinsam mit der Sanitätseinsatzleitung den Einsatz vor Ort. Um die Zuginsassen aus der Höhe zu evakuieren, waren zwei Drehleiterfahrzeuge der Feuerwehr im Einsatz.

Die Zahl der Verletzten wurde nun nochmals korrigiert: 31 Personen wurden bei dem Unfall verletzt, einer von ihnen schwer. 15 Patienten wurden in Krankenhäuser transportiert. In einer ersten Meldung war von neun Verletzten ausgegangen worden, anschließend wurde die Zahl auf 34 Verletzte erhöht. „Insgesamt ging das Unglück aus Sicht des Bayerischen Roten Kreuzes glimpflich aus“, so die Retter abschließend.

Update, 17.02 Uhr - Drei Rettungshubschrauber im Einsatz

Nach und nach sickern weitere Details über den Einsatz im Legoland Günzburg durch. Demnach sind drei Rettungshubschrauber im Einsatz, außerdem ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst. Weiterhin erklärte eine Sprecherin des Freizeitparks, dass die beiden Züge der Attraktion offenbar im Bereich des Bahnhofs der Achterbahn zusammengestoßen seien. Der genaue Grund für den Unfall ist allerdings noch immer unklar.

Update, 16.32 Uhr - Polizei korrigiert Zahl der Verletzten

Die Polizei hat inzwischen die Zahl der Verletzten bei dem Achterbahn-Unfall im Legoland Günzburg deutlich nach oben korrigiert. Angaben eines Polizeisprechers gegenüber der Deutsche Presse-Agentur (dpa) zufolge seien insgesamt mindestens 34 Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Zuerst wurde von mindestens neun Verletzten ausgegangen.

Update, 15.31 Uhr - Evakuierung der Achterbahn läuft

Wie eine Sprecherin des Legolands Günzburg inzwischen mitteilte, sei einer der beiden Züge bereits geräumt worden, der zweite werde derzeit (Stand: 15.25 Uhr) evakuiert. Der Freizeitpark sollte trotz des Unfalls in der Achterbahn zunächst offen bleiben. Der genaue Grund für den Crash der beiden Züge in der Attraktion sind nach wie vor unklar.

Rettungskräfte stehen am Legoland. Bei einem Unfall auf einer Achterbahn in dem Freizeitpark im schwäbischen Günzburg sind mindestens neun Menschen verletzt worden.

Die betroffene Achterbahn „Feuerdrache“ führt zunächst durch einen überdachten, abgedunkelten Bereich des Parks. Im Verlauf der Fahrt geht es dann an der frischen Luft über eine Strecke mit Gefällen und einigen Kurven. Nach Parkangaben fährt die Achterbahn bis zu acht Meter pro Sekunde schnell, was rund 29 Kilometern in der Stunde entspricht.

Erstmeldung, 15.07 Uhr

Bei einem Unfall auf einer Achterbahn im Legoland im schwäbischen Günzburg sind am Donnerstagnachmittag (11. August) mindestens neun Menschen verletzt worden. Ein Polizeisprecher sagte, ein Achterbahnzug habe stark abgebremst, ein weiterer Zug sei diesem aufgefahren. Die Verletzten hätten unter anderem Prellungen und Schürfwunden erlitten.

Einer Sprecherin des Legolandes zufolge sei der Unfall auf der Achterbahn „Feuerdrache“ passiert. Alle verfügbaren Rettungskräfte des Legolandes seien im Einsatz. Weitere Details blieben zunächst unklar.

Erst vor wenigen Tagen ereignete sich in einem Freizeitpark in Rheinland-Pfalz ein tragischer Unfall. Dort stürzte eine Frau während der Fahrt aus einem der Züge und starb noch am Unfallort an ihren schweren Verletzungen.

+++ Weitere Informationen folgen +++

aic mit Material der dpa

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