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Leserforum zur Rückkehr des Raubtiers in die Region

Wer war früher da: Der Wolf oder die Almbauern? - Füchse und Wanderer viel gefährlicher

Wolfsrudel im Tierpark
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Symbolbild: Wolf

Einige Landwirte wollen die in die Region zurückkehrenden Wölfe abschießen lassen. Das sorgt bei OVB-Lesern für heftigen Widerstand.

Armin Ahrabian (Raubling): „Da sitzen also drei anerkannte „Wolfsexperten“ mit dem Trachtenhut auf der Feichteckalm, halbe Bier vor sich und philosophieren über den Wolf im Alpenvorland. Im ersten Moment dachte ich, dass das alles Comedy pur ist, aber dann nach dem Lesen des Artikels merkte ich, die meinen das wohl ernst und nehmen sich auch sehr wichtig dabei. Diese drei Herren wissen es natürlich besser als viele renommierte Wildbiologen und Wolfsforscher.

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Diese drei Herren wissen natürlich auch, wer wohl zuerst seine Daseinsberechtigung früher hatte: der Wolf oder die Almbauern samt zugekaufter Weidetiere. Wer war denn hier zuerst in der Bergwelt zu Hause und wer wurde dann gnadenlos ausgerottet? Aber auch dafür haben diese drei Herren mit Trachtenhut und halbe Bier bestimmt plausible Erklärungen parat, da bin ich mir ganz sicher. Gut, dass wir das OVB haben, welches mit großem Foto und „Tralala“ den drei Herren die entsprechende Bühne bietet.

Katharina Schlegl-Kofler (Rosenheim): „Dass es durch die Rückkehr des Wolfes regional zu Problemen mit der Weidetierhaltung kommen kann, ist unbestritten. Nicht richtig ist aber, dass der Wolf zur Paarungszeit gefährlich für den Menschen ist und dass er Wiesenbrüter, Rauhfußhühner und Feldhasen ausrottet.

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Die größte Bedrohung für die Wiesenbrüter ist bei uns neben dem Verlust ihrer Lebensräume der Fuchs. In anderen Bundesländern spielen außerdem die vom Mensch eingeschleppten Arten Waschbär und Marderhund eine bedeutende Rolle. Sogar in noch intakten Lebensräumen verhindern die genannten Prädatoren mittlerweile einen ausreichenden Bruterfolg.

Wander- und Freizeitsportler Gefahr für die Tierwelt

Auch für die Rauhfußhühner (also Auer-, Birk-, Hasel- und Schneehuhn) ist der Fuchs eine der größten Gefahren. Eine erhebliche Bedrohung für sie sind bei uns allerdings Wanderer und Freizeitsportler, die zu allen Tages- und Nachtzeiten in den Bergen unterwegs sind, nicht auf den Wegen bleiben und sich nicht an Betretungsverbote halten.

In Deutschland gibt es zur Zeit rund 1300 Wölfe. Das Revier eines Wolfspaares umfasst 200 bis 300 Quadratkilometer. Der Bestand an Füchsen bewegt sich im Millionenbereich. Pro Quadratkilometer gibt es, je nach Lebensraum, einen bis zehn Füchse.“

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