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Manche Hundehalter lernen‘s nie

Ärger über Hundekot in Gstadt: Neue Regeln und Strafen für unverbesserliche Hundehalter kommen

Noch ein Schild mehr am Gstadter Uferweg – aber was sein muss, muss sein, findet Bürgermeister Bernhard Hainz. De Ärger über die Hinterlassenschaften von Hunden ist zu groß.
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Noch ein Schild mehr am Gstadter Uferweg – aber was sein muss, muss sein, findet Bürgermeister Bernhard Hainz. De Ärger über die Hinterlassenschaften von Hunden ist zu groß.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
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  • Karl Wastl
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Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz hat lange zugesehen. Jetzt will er strikt durchgreifen, wenn wieder einmal Hunde da herumlaufen und ihr Geschäft verrichten, wo sie es nicht dürfen. Dabei ist ihm klar: „Nicht die Tiere können etwas dafür, sondern ihre Halter.“ Sie erwartet künftig sogar ein Platzverbot.

Gstadt – Mal ging es um die Anleinpflicht, dann wieder um die Frage, wo sich Hunde am Chiemseeufer mit seiner sensiblen Flora und Fauna überhaupt aufhalten dürfen. Nun sorgen Vierbeiner in Gstadt erneut für Aufregung, weil bei der Gemeinde vermehrt Beschwerden wegen Hundekot am Badestrand eingehen.

Und das, obwohl der Gemeinderat schon beschloss, Hunde an den Stränden nicht zuzulassen und die Verwaltung seitdem mit Schildern darauf aufmerksam macht, dass Wege und Wiesen kein Hundeklo sind.

Es geht um die Hygiene am Strand

Nach neuerlichen Vorkommnissen – wieder einmal Hundekot am Strand und am Hofanger – ist Bürgermeister Bernhard Hainz (Freie Wählergemeinschaft) nun der Geduldsfaden gerissen: „Es werden trotz vorhandener Hundekot-Tüten immer wieder Hinterlassenschaften entdeckt. Ebenso heben die Vierbeiner an allen Ecken und Enden das Bein, um ihr Revier zu markieren“, ärgert sich Hainz.

Obwohl eine Vielzahl von Verbotsschildern auf dem Gelände stehen, seien manche Hundebesitzer trotzdem rücksichtslos, „beziehungsweise ignorieren sie die Hinweise komplett.“ Unserer Zeitung erklärt er, die Kommune wolle künftig bei Zuwiderhandlungen restriktiver vorgehen.

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Dabei geht es Hainz nicht nur um den Schutz von Pflanzen und Vögeln in Ufernähe, sondern vor allem um die Hygiene am Strand. Unter den Badegästen befänden sich vermehrt Kleinkinder, die eventuelle Hinterlassenschaften der Hunde nicht zuordnen können. „Und da Kinder Vieles in den Mund stecken, kann sich die Gemeinde als Hausherr sehr schnell Probleme einhandeln“, befürchtet der Rathauschef. Außerdem gebe es Besucher, die unter Umständen Angst vor Hunden haben, was man unbedingt respektieren müsse – zumal die beschlossene Anleinpflicht ebenso regelmäßig ignoriert werde.

„Es gibt nicht nur schwarze Schafe“, ist Hainz auch klar, „und wir wollen als Gemeinde nicht alle Hundebesitzer über einen Kamm scheren, sondern ein gutes Miteinander.“ Aber einige wenige reichten eben aus, um das Fass zum Überlaufen zu bringen.

Wird ein Streuner ertappt

Er selbst habe auch nichts gegen Hunde, versichert der Bürgermeister, schildert aber dann einen Fall aus dem vergangenen Jahr, wo er selbst von einem Halter aggressiv angegangen worden sei: „Der Mann ließ seinen Hund vor meinen Augen ins Beachvolleyballfeld machen. Da bin ich auf ihn zugegangen und habe ihn freundlich, aber sachlich zur Rede stellen wollen. Woraufhin er mir ganz dreist Schläge androhte.“

Noch heute mache ihn diese Reaktion stutzig. Da sei ihm die größere Zahl der vernünftigen Hundehalter, die es schließlich auch gebe, schon lieber.

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Dennoch: Wenn künftig ein „Streuner“ auf frischer Tat erwischt wird, soll man es bei der Gemeinde melden. „Denn anhand des Hundes ist es möglich, über die Registrierung bei der Gemeinde seinen Halter ausfindig zu machen“, erklärt Hainz.

Es gibt genügend Auslaufflächen

Komme es tatsächlich einmal zu einer Abmahnung, werde die Kommune ein Betretungsverbot beziehungsweise einen Platzverweis aussprechen.

Es sollen aber künftig weder Streifen gegangen noch explizit Kontrollen durchgeführt werden, aber bei Entdecken einer Zuwiderhandlung macht der Bürgermeister „von seinem Recht als Hausherr Gebrauch“.

Es gebe so viele Möglichkeiten, mit den Tieren Gassi zu gehen, da müssten es nicht öffentliche Anlagen sein, resümiert das Gemeindeoberhaupt. Ein Areal wie der Hofanger eigene sich ohnehin nicht für den Auslauf eines Vierbeiners.

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