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Diese zwei Plätze stehen zur Auswahl

Freilassing will sich gegen Traunstein behaupten: Jetzt fällt Entscheidung über Berufsschul-Standort

Bild von Berufsschule
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Kreisräte entscheiden am Freitag aus zwei möglichen Standorten.

Der Landkreis will die in die Jahre gekommene Berufsschule neu bauen, die Stadträte durften am Mittwochabend einen Wunsch abgeben, wo sie die neue Schule gerne hätten. Zwei mögliche Standorte stehen zur Auswahl.

Freilassing - Vor einer kurzen, öffentlichen Diskussion hatten sich die Stadträte schon in einer nicht-öffentlichen Sitzung hinter verschlossenen Türen abgestimmt, hier wurden vor allem die Grundstücksfragen besprochen, mit den Eigentümern der Grundstücke für das neue Areal – unter anderem Max Aicher – sei man schon sehr weit mit den Verhandlungen, so Bürgermeister Markus Hiebl. Im öffentlichen Teil wurden dann alle Standpunkte noch einmal für die Presse und die Besucher  ausgetauscht, auch Altbürgermeister Josef Flatscher lauschte gespannt, er wird als einer von 60 Kreisräten am Freitag darüber entscheiden, ob die Berufsschule abgerissen und am aktuellen Standort neu gebaut wird oder gleich näher an den Bahnhof wandert.

Hier nachlesen: Stadt Freilassing will Neubau der Berufsschule an der Bahnhofstraße

„Wir sollten froh und glücklich sein dass der Landkreis in der Stadt investiert“, so begann CSU-Fraktionsvorsitzender Thomas Wagner seine Stellungnahme, doch während sich die Stadtverwaltung und der Bürgermeister für den Neubau auf der Festwiese und dem westlichen Grundstück (Variante 4) aussprach hatte Wagner „finanzielle und rechtliche Bedenken“, die er aber im öffentlichen Teil nicht näher ausführte. Edeltraud Rilling von den Grünen zeigte ihre Vorliebe für die Variante 4 ganz offen „weil es am leichtesten umsetzbar ist“. Sie fand es auch gut dass der Stadtrat bei dieser Gelegenheit auch gleich über die gesamte Städteplanung am Bahnhof abstimmt, „das hab ich auch schon in der nicht-öffentlichen Sitzung gesagt“. 

Freilassing versus Traunstein

Von einem Bildungs-Campus träumt Robert Judl von ‚Pro Freilassing‘, denn eine Berufsschule sei wie ein Unternehmen zu sehen, dass Konkurrenz habe, das habe auch der Landkreis erkannt, „wir sind in Konkurrenz zum Landkreis Traunstein, der fährt eine starke Bildungsoffensive“. Mit einem Bildungszentrum am Bahnhof könne Freilassing und damit das Berchtesgadener Land eine hohe Qualität versprechen. Weitere freie Flächen würden später für eine zweite  Grundschule oder andere Schulen und Bildungseinrichtungen gebraucht, „und mehr Kinder in der Grundschule heißt auch mehr Kinder in die Realschule“.

Die Freien Wähler präsentierten sich mit unterschiedlichen, „privaten“ Meinungen. Bettina Oestreich war überzeugt davon, „dass uns das Thema Bildung weggenommen wird wenn wir nichts tun“. Dass für die Berufsschule an der Bahnhofstraße die Jennerstraße – derzeitige Straße zur aktuellen Berufsschule – verlegt werden müsste sieht Oestreich kritisch. Ein anderer FWG-Stadtrat schloss sich lieber den Argumenten von CSU-Wagner an. 

„Schulen in die erste Reihe“

Helmut Fürle von der SPD hingegen stellte sich voll und ganz hinter den Beschlussvorschlag des Bürgermeisters, „der entspricht den Zielen der Stadt und nimmt dem Landkreis nichts weg“, schon im geheimen Teil der Sitzung habe sich die Variante 4 herauskristallisiert, seiner Meinung nach müsste die Berufsschule „in die erste Reihe“, also auf die Festwiese und dem westlichen Grundstück. 

Nach einer nur rund einstündigen, öffentlichen Debatte beschloss der Stadtrat einstimmig, dass er sich die Berufsschule in der Variante 4 wünscht, also ganz vorne an der Bahnhofstraße. Endgültig entscheiden wird der Kreistag bei seiner Sitzung am Freitag ab 9 Uhr in Berchtesgaden.

Hud

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