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Die ovb24.de-Wochenanalyse

Intensivpatienten, Impffortschritt, Impfdurchbrüche: So ist die Lage in der Region

Die Inzidenzen im Südosten Oberbayerns steigen - doch inwieweit wirkt sich das auch auf die Lage in den Krankenhäusern aus? ovb24.de beleuchtet die Entwicklung in der Region und analysiert außerdem den Impffortschritt und wie viele Immunisierte trotzdem mit dem Coronavirus zu kämpfen haben.

Landkreise - Die Zahlen ziehen wieder an: Mehr Intensivpatienten in Bayern als in der Vorwoche und mehr Einweisungen in die Krankenhäuser. Trotzdem liegt der Wert jener entscheidenden Indikatoren zur Bewertung der Corona-Lage noch klar im grünen Bereich. 260 Intensivpatienten wurden im Freistaat am Freitag (15. Oktober) gezählt, 18 mehr als eine Woche zuvor. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierten liegt bei 277 und damit um 14 höher.

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 15. Oktober 2021).

Nur gut fünf Prozent der heimischen Intensivbetten frei

Auf den heimischen Intensivstationen ist die Lage aber deutlich angespannt. Gerade mal zehn der insgesamt 184 Intensivbetten sind momentan frei in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf. 27 der Intensivpatienten sind laut DIVI-Intensivregister des Robert-Koch-Instituts wegen des Coronavirus dort - der höchste Wert seit Mai, wie unsere Grafik zeigt. Diese Woche tragen vor allem Stadt und Landkreis Rosenheim deutlich zur Steigerung bei. 20 Covid-19-Erkrankte müssen dort auf den Intensivstationen behandelt werden. Im Kreis Altötting ist es dagegen kein einziger.

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf in der Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate.

Traunstein und BGL: Hohe Inzidenzen, Schlusslichter beim Impfen

Dass in der Region bisher weniger Menschen als in ganz Bayern oder Deutschland gegen das Virus geimpft sind, ist bekannt - und auch die jüngsten Fortschritte sind kleiner: Im Vergleich zu Mitte September konnte die ganze Bundesrepublik ein Plus an 2,9 Prozent neuen Zweitgeimpften vermelden, im Landkreis Traunstein sind es dagegen nur 1,8 Prozent mehr. Insgesamt sind in Deutschland 65,6 Prozent zweitgeimpft, Altötting und Mühldorf sind mit 62,7 bzw. 62 Prozent knapp am bayerischen Schnitt. In Rosenheim sind es 55,7 Prozent, Traunstein und das Berchtesgadener Land - jene Landkreise mit den derzeit meisten Neuinfektionen in Deutschland - liegen um die 54 Prozent Zweitimpfungen.

Wie viele Neuinfizierte eigentlich schon geimpft sind

Immer mehr werden auch Impfdurchbrüche zum Thema, also Corona-Infektionen und -Erkrankungen trotz vollständigem Impfschutz. Im Landkreis Rosenheim machen die Geimpften bei den Neuinfizierten seit Anfang September etwa 14 Prozent aus, im Landkreis Mühldorf zuletzt 26 Prozent. In den Krankenhäusern ist die Lage recht unterschiedlich: Während im Berchtesgadener Land nur einer der 27 Corona-Patienten eigentlich schon geimpft ist, sind es im Landkreis Traunstein derzeit 40 Prozent. Diese acht Patienten liegen aber allesamt auf der Normalstation - auf den Intensivstationen hat man es dagegen durchwegs mit ungeimpften Patienten zu tun.

Verteilung der Corona-Patienten nach Impfstatus im InnKlinikum für die Landkreise Mühldorf und Altötting.

Seit den Schulöffnungen infizieren sich vor allem immer mehr junge Menschen mit dem Coronavirus. Nimmt man nur die Altersgruppe der Zehn- bis 19-Jährigen, weisen die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land sowie die Stadt Rosenheim eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 500 aus. Im Berchtesgadener Land war zuletzt etwa jeder dritte Neuinfizierte im Schul- bzw. Kindergartenalter. Im Landkreis Rosenheim waren es allein in der vergangenen Woche 86 Corona-Fälle in Schulen. Zwei Kindergärten im Landkreis Mühldorf waren wegen positiven Tests diese Woche auch geschlossen. Auch in anderen sozialen Einrichtungen gibt es nach wie vor Ausbrüche: Sechs positive Fälle wurden nun in der Lebenshilfe Großornach bei Obing bekannt, auch zehn Alten- und Pflegeheime im Landkreis Rosenheim waren in der vergangenen Woche betroffen.

xe

Rubriklistenbild: © Romed

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