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„Ich bin schockiert“

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Bürgerwerkstatt ein voller Erfolg

Die Siegsdorfer reden bei der Gestaltung ihrer Ortsmitte mit

Teilnehmer der Bürgerwerkstatt, die während der Ideenwerkstatt vor einer der vier Informationstafeln mit den virtuellen Ansichten der künftigen „Neuen Mitte“stehen.
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Teilnehmer der Bürgerwerkstatt, die während der Ideenwerkstatt vor einer der vier Informationstafeln mit den virtuellen Ansichten der künftigen „Neuen Mitte“ stehen.

Auf eine Online-Befragung folgte die Bürgerwerkstatt im Gemeindesaal: Vor Plänen und Modellen berieten sich die Siegsdorfer eifrigst, diskutiert und brachten ihre Ideen ein, wie das Zentrum ihres Heimatortes künftig ausschauen soll.

Siegsdorf – Seit fast vier Jahren beschäftigt sich die Gemeinde mit der Neu- und Umgestaltung des Ortskerns in Siegsdorf. Von Mitte Juli bis Anfang September konnten die Siegsdorfer Bürger die vier Varianten als 3D-Modell einsehen und eine Rückmeldung abgeben. 253 Bürger nahmen an dieser webbasierten Online-Abfrage teil und ergänzten das Verfahren mit Anmerkungen, Anregungen und Wünschen.

Planer moderieren die Veranstaltung

Vor kurzem hatte nun die Gemeinde, zur Vertiefung der Ergebnisse, zu einem Bürgerworkshop in den Gemeindesaal geladen. Es beteiligten sich etwa 60 Siegsdorfer Bürger. Begleitet wurde die Veranstaltung vom Büro Identität & Image mit vier Moderatoren sowie von Bernhard Hohmann vom Planungsbüro Hohmann-Steinert, das die Gemeinde im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans begleitet.

Hohmann gab einen kurzen Abriss über die bisherige Planung im Rahmen des Interkommunales Entwicklungskonzeptes (IKEK). Diese begannen im Jahr 2018 mit vorbereitenden Untersuchungen zur Ortskernsanierung und einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklungsfläche zwischen Ruhpoldinger Straße und Bahnhofstraße. Dazu wurden verschiedene Varianten entwickelt und das gesamte Areal in vier Nutzungsbereiche eingeteilt.

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Der nördliche Bereich ist als Erweiterung des Ortszentrums und einer breiten Nutzungspalette mit luftigen Freiräumen, Wegen und einem großzügigen Platz geplant. Der mittlere Bereich kann als Wohnhof mitten im Ortskern dienen und der Süden wird gewerblich durch Büros genutzt, die durch Stellplätze oder ein Parkdeck ergänzt werden.

Im Rahmen der Behörden- und Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan arbeiteten die Architekten Aigner/Winkler im Auftrag des Siegsdorfer Gewerbeverbundes eine Planungsalternative aus. Diese Alternativplanung hat viele Gemeinsamkeiten mit den bislang erarbeiteten Entwürfen aber auch einige Besonderheiten. Die Anregungen daraus sind in die weiteren Planungen mit eingeflossen.

Diskussionen in Arbeitsgruppen

In der Bürgerworkshop-Aussprache stellte Wolfgang Grubwinkler als Moderator nochmals die vier Planungsvarianten vor. Sie wurden auf großen Stellwänden visualisiert und den Bürgern in vier Arbeitsgruppen zur Diskussion und Bewertung eröffnet, wobei jede Stellwand von jeder Gruppe besucht wurde. In den Arbeitsgruppen wurde selbst Gegensätzliches sehr sachlich diskutiert. Jeder Teilnehmer brachte seine Sichtweise ein.

Nach einer zweieinhalbstündigen diskussionsbetonten Gruppenarbeit hielten die Moderatoren die Ergebnisse fest und stellten sie im Anschluss allen Teilnehmern vor. Die Anregungen werden in die weiteren Planungen des Gemeinderats, beziehungsweise in das Bebauungsplanungsverfahren mit einfließen.

Bürgermeister Thomas Kamm zollte dem Engagement Respekt

Abschließend brachte Bürgermeister Thomas Kamm seinen Respekt und seinen Dank für die rege Diskussion und die Bereitschaft der Bürger, sich für die „Neue Mitte“ einzubringen zum Ausdruck. Ein Lob galt auch den Mitarbeiterinnen der Bauverwaltung für die ausgezeichnete Vorbereitung und Organisation dieser Veranstaltung.

Bauvorhaben in verschiedenen Variationen als 3D-Modell:

Unter vielen Einzelprojekten ist in der Gemeinde Siegsdorf die Gestaltung der „Neuen Mitte“, also dem Gebiet zwischen dem Bahnhof und der Ruhpoldinger Straße und Hauptstraße, die weitreichendste. Basis für die nächsten Schritte ist der Entwurf eines Bebauungsplanes „Ruhpoldinger Straße Ost“ mit dem Schwerpunkt „Nördlicher Bereich“. Für den südlichen Teil gibt es bereits ein genehmigtes Bauvorhaben für ein Bürogebäude. Im Mittelteil ist Wohnraum angedacht. Im Nordteil sollen sich Einzelhändler und Dienstleister sowie kommunale Sozialeinrichtungen, wie Tagespflege und Seniorenwohnen, mit einer Gemeinwohl-Orientierung zu einem harmonischen Mittelpunkt ergänzen. Um einen besseren Eindruck für die Gestaltungsmöglichkeiten und ein Gefühl für den Platz zu bekommen, der sich entwickeln soll, hat sich die Gemeinde Siegsdorf vier Bebauungsvarianten als virtuelles 3D-Modell erarbeiten lassen. Alle vier Varianten basierten auf dem aktuellen Bebauungsplan-Entwurf und unterschieden sich durch das unterschiedliche Weglassen oder Verkürzen von Baukörpern. Begleitet wird die Neu- und Umgestaltung des Siegsdorfer Ortskerns von der Städtebauförderung im Rahmen des interkommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK).

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