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Wie die übrigen Kommunen Trostberg und Palling nun weitermachen wollen

Nach Ausstieg Traunreuts: Windradprojekt gefährdet?

Windrad in Palling-Baumham
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Das Windrad in Palling-Baumham bei den Gemeindegrenzen Palling, Trostberg und Traunreut.
  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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Im Siebeneichenforst sollen künftig Windräder für erneuerbare Energiegewinnung sorgen - so will es das gemeinsame Projekt, das die Kommunen Trostberg, Palling und Traunreut angestoßen haben. Letztere aber bekam jetzt kalte Füße und stieg aus dem Projekt aus. Bringt Traunreuts Entscheidung nun das gesamte Vorhaben ins Wackeln?

Trostberg/Palling/Traunreut - Drei Windräder in einem großen Waldgebiet hätten es werden können, doch Traunreut legte plötzlich ein Veto ein: Der Stadtrat entschied sich in seiner Juli-Sitzung für den Ausstieg aus dem Projekt. Die Mehrheit für den Ausstieg war mit 22 zu 7 Stimmen im Traunreuter Rat eindeutig.

Was bedeutet das nun für die beiden übrig gebliebenen Kommunen Trostberg und Palling? Schließlich besagen die Verträge grundsätzlich, dass alle drei im Boot sein müssen, damit das Projekt verwirklicht werden kann. Nachdem Traunreut nun erklärt hat, nicht mitwirken zu wollen, hängen unter anderem baurechtliche Genehmigungen in der Luft.

Schleid: „Jetzt gilt, es offene Fragen zu klären“

Trostbergs und Pallings Oberhäupter stehen jetzt Diskussionen und Gespräche ins Haus. Bereits am 2. August, so erklärte es Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid gegenüber chiemgau24.de, habe man sich zusammengesetzt. Wirklich viel sei jedoch noch nicht herausgekommen.

„So kurz nach der Entscheidung Traunreuts aus dem Projekt auszusteigen können wir leider noch gar nicht abwägen, in welche Richtung es jetzt weitergeht und ob das Projekt überhaupt Bestand haben kann. Wir müssen nach Lösungen suchen und einen Schnellschuss vermeiden. Wir nehmen die Situation so an, wie sie gekommen ist und jetzt gilt es, offene Fragen zu klären.“

Schleid rechnet damit, dass spätestens in der Stadtratssitzung im September Ergebnisse zum weiteren Vorgehen präsentiert werden können.

Ostermeier: „Allem Anschein nach haben wohl Zweifel überwogen“

Ebenfalls verblüfft vom Ausstieg der Nachbarkommune zeigt sich der Bürgermeister von Palling: „Es war für alle Beteiligten etwas überraschend. Wir sind schon davon ausgegangen, dass alle hinter dem Projekt stehen.“

„Allerdings hat es uns schon ein bisserl gewundert, wieso Traunreut für die endgültige Entscheidung und den Beschluss überhaupt mitzumachen so lange gebraucht hat - allem Anschein nach haben wohl von Beginn an Zweifel überwogen“, mutmaßt Franz Ostermaier im Gespräch mit chiemgau24.de.

Wie in Trostberg auch werde das weitere Vorgehen in punkto Windradprojekt in Palling im September auf dem Tisch der Räte landen. Bis dahin müsse Ostermaier zufolge Abstimmungsarbeit erfolgen.

Argwohn berechtigt?

Sind die Zweifel mancher Bürger bezüglich des Projekts mit dem überraschenden Ausstieg Traunreuts somit bestätigt? Auch der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung (UVA) äußerte bereits Skepsis.

Die Mitglieder kritisierten vor allem den Standort der geplanten Windräder im Siebeneichenforst und gaben zu bedenken, ob die Windräder nicht im Industriegebiet besser aufgehoben wären.

mb

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