Urlaubsreifes Pärchen von Traunsteiner Fahndern kontrolliert

Erst streikt der Privatflieger, dann wird er zum Straftäter!

Piding - Nachdem der Privatflieger streikte kam einem Archtitekt aus dem Saarland eine nicht ganz legale Idee. Am Ende war er der Gelackmeierte.

Ein in Frankreich lebender Architekt aus dem Saarland wollte am Samstag zusammen mit seiner Familie im Privatflieger nach Kroatien fliegen. Doch kurz zuvor streikte der Motor des Fliegers, die Familie stieg auf zwei Autos um. 

Da der alte betagte Mercedes ML320 des Architekten bereits über eine halbe Million Kilometer auf dem Buckel hatte, kam er auf die wenig glorreiche Idee, seinen Anfang des Jahres vermeintlich günstig gekauften Mercedes gleichen Modells, welcher noch nicht zugelassen war, mit den Kennzeichen des alten zu bestücken und loszufahren.

Gutes Gespür der Schleierfahnder

Kurz vor der Ausreise nach Österreich ereilte den Mann dann das gleiche Schicksal von schon so vielen Straftätern vor ihm: Die Schleierfahnder der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein bewiesen einmal mehr ihr Gespür und hielten das an sich unscheinbar wirkende Pärchen samt Enkel auf dem Rücksitz an. Was dann folgte, war für das Pärchen starker Tobak.

Neben Anzeigen wegen Urkundenfälschung, Pflichtversicherungs- und Steuergesetz musste der von seiner Frau nicht unbedingt mit Lob überhäufte Architekt dann von den Spezialisten erfahren, dass sein günstig erworbener fast unfallfreier ML320 aus insgesamt 4 alten zusammengeschustert wurde.

Der Kilometerstand wurde zum besseren Täuschen um gut 200.000 Kilometer zurückgedreht. In der Hoffnung, dass der informierte Händler aus Baden-Baden das vermeintliche Schnäppchen zurücknimmt und hier bei der Polizei abholt, fuhr das nun wirklich urlaubsreife Pärchen mit einem Leihwagen weiter nach Kroatien.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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