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Neue Wendung im Fall der getöteten Gabby

Nach schaurigem Fund: Ermittler identifizieren Leiche von Petitos Freund

Brian Laundrie Gabriella Petito
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Soll seine Freundin Gabby erwürgt haben: Wurde nun die Leiche von ihrem Freund Brien gefunden?

Das Rätsel, was mit Gabby Petito passiert ist, treibt die USA weiter um. Einer, der womöglich Antworten hätte geben können, ist ihr Freund. Doch diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen - denn Ermittler haben erneut einen schaurigen Fund gemacht.

Update, Freitag (22. Oktober), 6.57 Uhr - Ermittler identifizieren Leiche von Brian Laundrie

Die Suche nach dem Freund der getöteten 22-Jährigen Gabby Petito ist abgeschlossen: Im US-Bundesstaat Florida gefundene Leichenteile wurden als seine menschlichen Überreste identifiziert. Dies sei mit Hilfe einer zahnmedizinischen Untersuchung festgestellt worden, erklärte die Bundespolizei FBI am Donnerstag in Denver. Die Überreste waren am Mittwoch in einem Naturreservat gefunden worden. Ermittler fanden auch einen Laptop und einen Rucksack, die dem 23-Jährigen gehörten. Er galt im Fall Petito nicht explizit als Verdächtiger, die Polizei stufte ihn als „Person von Interesse“ ein.

Petito war im Sommer nicht von einer gemeinsamen Reise durch die USA mit ihrem Freund zurückgekommen. Der Fall findet sowohl in den USA als auch international Beachtung - nicht zuletzt, weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in sozialen Netzwerken teilte. Petitos Leiche war nach intensiver Suche schließlich im September im Bundesstaat Wyoming gefunden worden. Dorthin war das Paar im Zuge seines USA-Roadtrips gereist. Nach Angaben des Gerichtsmediziners wurde die junge Frau erwürgt.

Der Freund von Petito war im September allein von der Reise mit der 22-Jährigen zurückgekehrt. Kurze Zeit später meldeten ihn seine Eltern als vermisst. Seitdem suchte die Polizei nach dem Mann.

Erstmeldung - Auf der Suche nach Petitos Freund: Polizei macht erneut schaurigen Fund

Wyoming (USA) - Neue Wendung im Fall der getöteten Gabby Petito: Ermittler haben bei der Suche nach dem Freund der 22-Jährigen offenbar menschliche Überreste entdeckt. Man habe am Mittwoch in einem Naturreservat im US-Bundesstaat Florida etwas gefunden, das diesen Anschein erwecke, sagte FBI-Ermittler Michael McPherson. Die Polizei sucht seit Wochen nach dem 23-Jährigen, der im Fall Petito für die Ermittler als „Person von Interesse“ gilt.

Wohl Gerichtsmediziner und Leichenspürhund im Einsatz

Die Polizei hat McPherson zufolge außerdem einen Laptop und einen Rucksack des jungen Mannes gefunden. All diese Dinge hätten sich in einem Gebiet befunden, das bis vor kurzem noch unter Wasser gestanden habe. Die Polizei suchte die Gegend mit einem Großaufgebot ab, wie von Hubschraubern aus aufgenommene Fernsehbilder zeigten. Medienberichten zufolge wurde auch ein Gerichtsmediziner gerufen und ein Leichenspürhund eingesetzt.

Gabby Petito auf Roadtrip erwürgt

Die 22-jährige Gabby Petito war im Sommer nicht von einer gemeinsamen Reise durch die USA mit ihrem Freund zurückgekommen. Der Fall findet sowohl in den USA als auch international Beachtung - nicht zuletzt, weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in sozialen Netzwerken teilte. Petitos Leiche war nach intensiver Suche schließlich im September im Bundesstaat Wyoming gefunden worden. Dorthin war Petito im Zuge ihres USA-Roadtrips gereist. Nach Angaben des Gerichtsmediziners wurde die junge Frau erwürgt.

Eine Gedenkstätte erinnert an Gabby Petito in ihrer Heimatstadt Blue Point.

Petitos Freund war im September allein von der Reise mit der 22-Jährigen zurückgekehrt. Kurze Zeit später meldeten ihn seine Eltern als vermisst. Seitdem suchte die Polizei nach dem Mann. Die Behörden erließen Ende September Haftbefehl gegen ihn wegen Bankbetrugs. Sogar TV-Kopfgeldjäger Dog Chapman suchte zeitweise nach dem verschwundenen Freund. „Ich weiß, dass Sie viele Fragen haben, aber wir haben noch nicht auf alles eine Antwort“, sagte Ermittler McPherson. „Das Einsatzteam ist vor Ort und setzt alle verfügbaren forensischen Ressourcen ein, um das Gebiet zu untersuchen.“ Das werde wohl mehrere Tage dauern.

Glückliches Paar postete Bilder von Reise

US-Medien hatten berichtet, dass die Eltern des 23-Jährigen sich zuvor mit Ermittlern im Myakkahatchee Creek Environmental Park trafen, um ihren Sohn zu finden. Nach kurzer Suche abseits eines Pfades, den Petitos Freund häufig gelaufen sei, seien zunächst einige Gegenstände gefunden worden, hieß es unter Berufung auf den Anwalt der Familie.

Anschließend wurde das Gebiet gründlich mit Spürhunden durchsucht. Der Park liegt in der Nähe der Stadt North Port - dort gibt es Wanderwege und einen Campingbereich. Der Park ist mit dem Carlton Reserve verbunden, einem riesigen Naturschutzgebiet, das für die Ermittler das wichtigste Suchgebiet war.

Gabby Petito ohrfeigte wohl Freund

Das Paar hatte während seiner Reise Bilder und Videos aus seinem umgebauten Lieferwagen veröffentlicht. Darauf sahen die beiden stets glücklich aus. Einen ganz anderen Eindruck als diese Bilder hinterließ jedoch die Aufnahme einer Körperkamera eines Polizisten. Die Polizei war Mitte August zu einem möglichen Fall von häuslicher Gewalt zu dem Fahrzeug des Paars gerufen worden. Medien berichteten, dass ein Anrufer der Polizei gemeldet habe, dass ein Mann eine Frau geschlagen habe. Auf dem Video selbst ist eine aufgelöste und weinende Petito zu sehen. Sie gibt darin an, ihren Freund geohrfeigt zu haben.

Gabrielle „Gabby“ Petito spricht mit einem Polizisten, nachdem dieser den Van, in dem sie mit ihrem Freund Brian Laundrie einen emotionalen Streit hatte, anhielt (Archivbild).

In US-Medien und sozialen Netzwerken gab es in den vergangenen Wochen auch immer wieder Kritik an Umfang und Intensität der Berichterstattung zu dem Fall der vermissten Petito. Dabei war vom sogenannte Vermisste-weiße-Frau-Syndrom die Rede. Damit wird die übermäßige Berichterstattung über vermisste junge, weiße Frauen bezeichnet. Einige Medien hatten im Zuge der Kritik begonnen, zumindest kurzzeitig über andere Vermisstenfälle zu berichten. Nach Behördenangaben galten Ende vergangenen Jahres landesweit rund 90.000 Vermisstenmeldungen als aktiv. Kaum einer dieser Fälle erhielt annähernd so viel Aufmerksamkeit wie der von Petito.

mh/dpa

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