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Haushalt bei acht Millionen Euro

Gemeinde Breitbrunn investiert kräftig

Für die Rathauserweiterungplant die Gemeinde Breitbrunn Ausgaben von 2,6 Millionen Euro, dafür ist ein Kredit notwendig. Grafik: Klinger
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Für die Rathauserweiterungplant die Gemeinde Breitbrunn Ausgaben von 2,6 Millionen Euro, dafür ist ein Kredit notwendig. Grafik: Klinger

Rathaus-Umbau, Bauen für den „örtlichen Bedarf“ und die Sanierung des Regenwasser-Kanals an der Rosenstraße machen einen tiefen Griff in die Rücklagen sowie zusätzliche Kredite notwendig.

Breitbrunn – Kämmerer Thomas Wagner präsentierte dem Rat den umfangreichen Entwurf des Haushaltsplans. Der Verwaltungshaushalt umfasst 3,7 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit den Investitionen ein Volumen von insgesamt 4,3 Millionen Euro. Damit summiert sich der Gesamthaushalt auf acht Millionen Euro, was ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 44 Prozent ist.

Rahmen für den Dispokredit angepasst

Die Hebesätze für Gewerbesteuer A und B (je 320 von Hundert) sowie der Gewerbesteuer (330 v. H.) sind laut Wagner seit 2017 unverändert. Zur Liquiditätssicherung wird der Höchstbetrag der Kassen(Dispo-)kredite laut Haushaltssatzung auf 400 000 Euro angepasst.

Im Verwaltungshaushalt weisen die Zahlen eine Mehrung um knapp 210 000 Euro (knapp sechs Prozent), im Vermögenshaushalt um gut 2,2 Millionen Euro (rund 110 Prozent) gegenüber dem Vorjahr aus, so Wagner.

Am Jahresende 3,3 Millionen Euro Schulden

Als Haushaltsausgabereste stehen für Investitionen rund 850 000 Euro aus den Vorjahren zur Verfügung. Hinzu kommt aus dem Vorjahr ein Überschuss in gleicher Höhe.

Zur bisherigen Verschuldung von 817 000 Euro kommen in 2021 nochmals 2,5 Millionen Euro für die geplante Rathauserweiterunghinzu. Am Jahresende bleiben nach 130 000 Euro Tilgung knapp 3,3 Millionen Euro übrig, rechnete der Kämmerer vor.

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Zusätzliche 100 000 Euro sind als zinsvergünstigter „Infrakredit Kommunal“ der LfA (Landesanstalt für Aufbaufinanzierung) Förderbank Bayern für den Breitbandausbau in den Kassenbüchern zu finden.

Pro-Kopf-Verschuldung vervierfacht sich

Wenn man einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2 036 Euro je Einwohner (bisher waren es 506) die zu tätigen Investitionen gegenüberstellt, so Wagner, sei ihm um die Gemeinde nicht bang, würden doch entsprechende langfristige Werte geschaffen. Bereinigt durch die Rücklagen der Kommune beläuft sich die tatsächliche Verschuldung auf etwa 2,3 Millionen Euro.

Um das Ganze stemmen zu können, listete der Kämmerer die wichtigsten Einnahmen aus dem Verwaltungs- und Vermögenshaushalt sowie die elementaren Ausgaben im Verwaltungshaushalt auf.

Größte Einnahme ist die Einkommenssteuer-Beteiligung

Als Löwenanteil schlägt der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit fast 1,1 Millionen Euro (minus 4,37 Prozent gegenüber dem Vorjahr) als Ansatz durch, gefolgt von der Gewerbesteuer mit einer halben Million Euro (plus knapp über elf Prozent).

Die Gemeinde Breitbrunn plant mit einer Schlüsselzuweisung in Höhe von 390 000 Euro (plus 54,18 Prozent) und mit Einnahmen bei der Grundsteuer B von gut 250 000 Euro (plus 1,63 Prozent).

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Dem gegenüber stehen Ausgaben. Die Kreisumlage etwa ist mit 790 000 Euro (minus knapp neun Prozent) veranschlagt. Die Umlage von der Verwaltungsgemeinschaft auf die Gemeinde Breitbrunn beträgt 520 000 Euro, der Anteil an den Kosten für das Kinderhaus beläuft sich auf 209 000 Euro (plus 12,4 Prozent). Für die Bauleitplanung sind heuer 130 000 Euro im Haushalt eingerechnet (plus 23,81 Prozent), erklärte Wagner das Zahlenwerk.

Die Gemeinde Breitbrunn hat neben der Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft zusätzlich eigenes Personal zu bezahlen. Dazu zählen zum Beispiel die Beschäftigten der Tourist-Info und vom Bauhof.

Fast eine Million Euro Personalkosten

Diese Kosten belaufen sich auf weitere 447 100 Euro. Zusammen mit der Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft macht das Personalausgaben von knapp über 967 000 Euro aus, was knapp einem Viertel des Verwaltungshalts entspricht.

Auszugsweise führte der Kämmerer im weiteren Verlauf seiner Ausführungen die wichtigsten Investitionen an. Der Rathausumbau, ist mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt, das „Bauen für den örtlichen Bedarf“ an der Unteren Moosstraße steht heuer mit Kosten von knapp über einer halben Million Euro auf der Agenda.

Ein weiterer beachtlicher Posten ist mit 2,1 Millionen Euro die Sanierung des Regenwasser-Kanals an der Rosenstraße. Eingerechnet sind darin das Wasserrechtsverfahren, die Hausanschlüsse sowie die Investitionskostenumlage an den Abwasser- und Umweltverband.

Investition in die Wasserversorgung

Der zweite und dritte Durchlauf des Breitbandversorgungsverfahrens, Wirtschaftlichkeitslücke und Beratungsleistungen sowie die Lehrrohrversorgung des Baugebiets Untere Moosstraße sind in Wagners Haushaltsplan mit gut 630 000 Euro aufgelistet. Rund 880 000 Euro sind für Wasserversorgungs- und -sanierungsarbeiten im Gemeindegebiet reserviert, so der Kämmerer.

Nach eingehender Vorstellung und Erläuterung beschloss der Gemeinderat die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan samt Anlagen sowie der Finanzplanung mit des dem Investitionsprogramm für die Jahre 2020 bis 2024.

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